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  • Renaud Garcia-Fons - Kontrabass

Renaud Garcia-Fons wurde 1962 in der Nähe von Paris als Sohn katalonischer Eltern, aus dem Nordosten Spaniens, geboren. Im Alter von fünf Jahre begann er mit dem Unterricht am Klavier und klassischer Gitarre.

Während seines Kontrabass-Studiums am Pariser Musikkonservatorium stand er mit dessen Orchestern auf der Bühne und vertiefte außerdem seine Kenntnisse in Musiktheorie und -praxis. Als Schüler von Francois Rabbath und Mitglied der Big Band Roger Guerin spielte er mit den bekanntesten Jazz Schlagzeugern, darunter Kenny Clarke und Sam Woodyard. Bereits im Alter von 21 Jahren wurde ihm das Diplom zum Professor am Kontrabass vom französischen Kultusminister überreicht.
Ab diesem Zeitpunkt arbeitete er selbstständig und begann, sich von den technischen Grenzen seines Instrumentes zu lösen, um die Möglichkeiten der Improvisation zu erweitern und die Verschmelzung von Jazz, traditioneller und zeitgenössischer Musik zu fördern.

Schließlich entschied er sich, seinem Bass eine fünfte Saite hinzuzufügen: Ein Wendepunkt, der den Kontrabass endgültig aus seiner Rolle als Begleitinstrument befreit und ihn stattdessen zu einer der improvisierenden Stimmen eines Ensemble macht. Mit dieser Innovation, sowie seinen Con Arco- und Pizzicato-Techniken, gelang es Renaud, seinen Bass auf nie zuvor gehörte Weise zu bespielen. Und obwohl ihm dies den Titel „Paganini des Kontrabasses“ einbrachte, wären die passenderen Vergleiche wohl eher Astor Piazzolla, Jimi Hendrix und Paco de Luca – Künstler, die die Grenzen ihrer Instrumente durchbrachen und erweiterten.

Neben seiner Bühnenkarriere komponiert Renaud Auftragswerke oder neue Stücke für seine eigenen Ensembles.

Dem Preis für die beste Solo Performance von der International Society of Bassists, folgte 2010 die Auszeichnung mit dem ECHO Deutsche Musikpreis für den International Bassist Of The Year und das Album La Línea del Sur, wie auch im Jahr 2012 für das Album Méditerranées. Das Bienal de Flamenco de Sevilla verlieh im 2010 den Giraddillo de Oro Prei, als ersten Kontrabassisten überhaupt.
Für das Kurt Weill Fest 2011 komponierte und performte Renaud einen neue Bühnenmusik für den Filmklassiker Die Abenteuer des Prinzen Achmed von Lotte Reiniger. Auch für das Ballet du Grand Théâtre de Limoges schrieb er 2012 Musik für das Ballet Carmen in Zusammenarbeit mit dem Choreographen Sergio Simon.  2012 veröffentlichte er bei Enja Records die DVD-CD Solo – the Marcevol Concert, die Aufnahme einer Solo-Performance in der Prieuré de Marcevol, einer südfranzösischen Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Positive Kritiken gipfelten in die Auszeichnung mit dem Preis der Deutschen Schallplatten Kritik.