Would you like be redirected to the mobile version of our website?

Oytun Ersan – Bass
Eckhard Meszelinsky  – Saxofon
Christian Dellacher – Piano
Jan Niemeyer – Schlagzeug

Früher, da standen sie noch auf verschiedenen Seiten: Eckhard Meszelinsky war derjenige, der zuhörte und sein Gegenüber, den Musiker Okan Ersan, einlud, bei seinem international renommierten Festival aufzutreten. Also kam der Ausnahmegitarrist aus Zypern zu den Leverkusener Jazztagen. Verquickte dort Jazz, Rock und die Klänge seiner südeuropäischen Heimat zu einer wunderbar dahingleitenden und den Hörer umschmeichelnden Neo-Folk-Version des Fusion. Und Eckhard Meszelinsky, der Festivalchef mit Hut, freute sich über einen weiteren Künstler, der die Relevanz der Jazztage inmitten eines heutzutage immer unübersichtlicher wuchernden Musikzirkus bestätigte. Der Grundstein war gelegt. Nach und nach entstand eine Freundschaft zwischen den beiden Männern. Die Musik als verbindende Leidenschaft tat ihr magisches Werk. Und heute stehen Eckhard Meszelinsky und Okan Ersan folgerichtig zusammen da. Auf einer Seite. Auf der Seite, auf der sie beide hinter und an den Instrumenten sind. Die Musikliebhaber haben ihre Positionen justiert und aneinander angepasst – und machen jetzt gemeinsam das, was ihnen am liebsten ist: Jazz. Rock. Folk. Fusion also World Musik im wahrsten Sinne des Wortes.

Eckhard Meszelinsky brachte seine neue Formation Noise Adventures um ihn selber als Mastermind und Saxofonisten, Christian Dellacher als Arrangeur und Pianisten sowie Jan Niemeyer als Schlagzeuger in diese Verbindung hinein. Okan Ersan wiederum holte seinen Bruder Oytun Ersan am Bass hinzu. Und dann setzten sich diese fünf Vollblutmusiker mit den beiden Freunden und Jazz-Euphorikern aus Leverkusen und Nikosia als Mittelpunkt in Zypern zusammen, gaben sich eine Woche lang den Klängen und Tönen hin – und begründeten eine neue Zeitrechnung. Denn: Aus Kompositionen Eckhard Meszelinsky`s und Okan Ersan`s bauten – oder vielmehr: erspielten – sie sich ein Gerüst, ein Programm aus Songs, das sie im November live präsentieren werden. Und das vielleicht auch den Weg auf einen Tonträger finden wird. Die Stücke, derer sich das Quintett in Okan Ersans Studio in Nicosia gemeinsam improvisierend und im Rahmen mehrerer Jam-Sessions bemächtigte, stammen vom Album „A Rebourn Journey“ des Zyprioten sowie von jenen Platten, die der ehemalige künstlerische Leiter der Leverkusener Jazztage mit seinen Bands Noise Adventures („One“, 2016) und Blue Deja Vu („Blue Deja Vu“, 2015) eingespielt hatte. Herausgekommen ist ein Programm von Songs, die auf der Bühne flirren und knistern und beim Zuhörer das Kopfkino anwerfen werden. Es geht um „Lefkosa nights“ und „Open water“, um „Istanbul without midnight“ und „The mediterranean breeze“, um die das Leben bejahende Aufforderung „Run for you life“ und die unmissverständliche Ansage Eckhard Meszelinskys „The noise starts“. Der „noise“, der gar nicht so krachig sondern eher tief emotional und sanft aufwühlend ist. Und die mit ihm einhergehenden „Adventures“, die Abenteuer, von denen das neueste gerade erst begonnen hat – mit fünf Musikern in Zypern, die zu Freunden wurden.