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Kommunikation & Improvisation

21. Jazztage Dresden | 20.10. - 21.11.2021 Vortrag & Concertare

SONNTAG / 31. OKTOBER 2021 / 15:00 Uhr

Spielstätte Ostra-Studios

Concertare!

CONCERTARE! Vortrag, Diskussion & Session
Sich Zusammen Streiten, wie Con Certare im Konzert zur Vollendung kommt soll eine Möglichkeit geben, die Spannungen und Spaltungen in der Gesellschaft etwas abzubauen und das Verständnis für die Haltung und Meinung andersdenkenden Mitmenschen fördern. Umstrittene Themen im fairen Dialog, denn ohne Opposition und Kontrapunkt, ohne infrage stellen des öffentlichen oder politischen Narrativs ist keine Pluralität, Weltoffenheit und Vielfalt möglich. Genauso wie ohne den Freigeist keine Improvisation oder die Entwicklung der Musik, insbesondere des Jazz nicht stattgefunden hätte. Zum fairen Dialog ohne Scheuklappen und Ängste ist jeder herzlichst eingeladen. Niemand wird diskriminiert. Dafür verbürge ich mich. Ihr Kilian Forster, Intendant Jazztage Dresden und Moderator der Reihe CONCERTARE!
+++ EINTRITT FREI +++ Kostenlos personalisierte Karten bitte unter "Kaufen" erwerben.

60 min. Vortrag Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer
"Kommunikation & Improvisation - Wie funktioniert das?
Und was macht Corona damit"
Mit korrespondierenden Jazzimprovisationseinlagen!
Anschließend Publikumsdiskussion mit  Prof. Dr. Dr.  Manfred Spitzer
Moderation: Kilian Forster

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Buchautor, Wissenschaftler und Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm. Seine Forschungsaufenthalte in den USA (Harvard University und University of Oregon) prägten das wissenschaftliche Werk von Manfred Spitzer an der Schnittstelle von Neurobiologie, Psychologie und Psychiatrie. 2004 gründete er das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL). 

Abstract: Menschliche Kommunikation wird oft mit dem Modell des US-amerikanischen Mathematikers und "Vaters der Informationstheorie" Claude Shannon ("Sender-Kanal-Empfänger") verstanden, obgleich man damit die wirklichen Abläufe gar nicht erfassen kann, wie neurowissenschaftliche Studien hierzu zeigen. Im Rückgriff auf wissenschaftliche Studien zur Improvisation wird gezeigt, dass ein Dialog eher einer Jazz-Improvisation gleicht. Davon ausgehend erscheinen die Auswirkungen der Corona-Pandemie (Angst, Wut, Depression) und unseren Reaktionen darauf (Gesichtsmasken, Lockdown, Schulschließungen etc.) in einem neuen Licht. Im Falle einer nächsten Pandemie sollten neben Virologen und Epidemiologen auch Kinderärzte und Psychiater beratend hinzugezogen werden.