Möchten Sie zur mobilen Version unserer Webseite weitergeleitet werden?

Elektrik Outlet

JAZZnoTALK Jazztage Dresden 01.-29.11.2018

DIENSTAG / 13. NOVEMBER 2018 / 19:00 Uhr

Spielstätte BrockmannundKnoedler Salon

James Carter - Saxophones
Gerard Gibbs - Hammond B3
Alex White – Drums
Kamau Inaede - Electric Bass

"Man muss sich überall wohlfühlen", sagt Carter. "Ich fühle, dass Musik einen im Leben ausgleicht, so hat es mich auch mein Lehrer immer gelehrt. Du kannst nicht einfach durchs Leben gehen und es mit aufgesetzten Scheuklappen voll erleben. Ich denke, es liegt eine enorme Schönheit in der gegenseitigen Befruchtung von Musik und den Einflüssen des Lebens."

In vielerlei Hinsicht ist das Verschmelzen von divergierenden Impulsen das Herzstück von Carters Musik. Wie der Tenor-Saxophon-Titan Ben Webster hat er rasante High-Velocity-Soli gegeben, kann aber genauso auch sentimental werden, indem er mit großem Ton eine Melodie zärtlich streichelt. Im Jahr 2000 veröffentlichte er zwei Alben gleichzeitig, die zu einem Anti-Manifest, einer Proklamation dafür wurden, dass alles im Leben ein faires Spiel ist.

Auf "Chasin 'the Gypsy", einer üppigen, lyrischen Session, die teilweise von der zeitlosen Zusammenarbeit zwischen Django Reinhardt und Stephane Grappelli inspiriert wurde, hat er mit der Geigerin Regina Carter, dem brasilianischen Perkussionisten Cyro Baptista, dem brasilianischen Gitarristen Romero Lubambo und Kathleen Battle eine aufregende Gruppe für das Projekt zusammengestellt. Das groovige "Layin 'in the Cut" mit James Blood Ulmers früherer Rhythmussektion, E-Bassist Jamaaladeen Tacuma und Drummer Grant Calvin Weston, verbindet harmolodische Freiheit mit einem tiefen Reservoir an Funk und entstand aus einem Projekt, das von keinem geringeren Gitarristen inspiriert wurde als dem legendären Jimi Hendrix.

Er erfand die Orgel-Combo neu (2005 mit "Out of Nowhere" und erneut 2009 mit John Medeski in Heaven and Earth), erkundete die Musik der Alt-Rock-Band Pavement (2005 "Gold Sounds") und lobte Billie Holiday (2003 "Gardenias for Lady Day"). In diesem Kontext hat Carters kreatives Rendezvous mit dem Komponisten Roberto Sierra mit dem Konzert für Saxophone und Orchester perfekt harmoniert.

Jetzt präsentiert Carter uns mit "James Carters Elektrik Outlet" eine neue Konfiguration, in der er einen neuen Groove gefunden hat. Sein Saxofon in eine Vielzahl von Elektronik und Pedalen zu verwandeln, könnte für Carter der perfekte "Ausweg" sein, um den "frustrierten Gitarristen" anzuzapfen, als den er sich oft beschreibt. Eine exzellente Auswahl an Melodien von Eddie Harris, Gene Ammons, Al Jarreau, Stevie Wonder, Minnie Ripperton und anderen gibt Carters Elektrik Outlets den Anstoss zum "sizzle, slide and pop". Zu der Gruppe kommen weitere Künstler aus Detroit, Gerard Gibbs auf elektronischen Keyboards, Ralph Armstrong am E-Bass und Alex White am Schlagzeug.

Ablauf JAZZnoTALK

"noTALK" -  das Konzert im 4. OG
"TALK" - das Künstler- und Publikumsgespräch im 4. OG (ab ca. 20:30 Uhr)
"JAZZ & TALK" -  anschließend die Session im 5. OG bei Eintritt frei