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  • Tigran Hamasyan; Piano

1987 im armenischen Gyumri geboren, wuchs Tigran Hamasyan in einem musikalischen Haushalt auf. Schon im Krabbelalter fühlte er sich magisch von Kassettenrekordern und dem Klavier seiner Eltern angezogen. Im Alter von drei Jahren klimperte er auf dem Klavier Songs von den Beatles, Louis Armstrong, Led Zeppelin, Deep Purple und Queen nach. Auf den Jazzgeschmack kam er später durch Aufnahmen aus Miles Davis’ Fusionperiode. Als er zehn Jahre alt war, zog seine Familie nach Jerewan um, wo er durch seinen neuen Klavierlehrer Vahag Hayrapetyan (der selbst ein Schüler von Barry Harris gewesen war) zahlreiche Jazzstandards kennenlernte.

Wenig später schrieb sich Tigran an einer Musikhochschule ein, um dort klassische Musik zu studieren, entwickelte sich aber parallel auch als Jazzpianist weiter. Seinen ersten großen Auftritt absolvierte er 1998 mit elf Jahren beim ersten Internationalen Jazzfestival in Jerewan. Auch bei der zweiten Auflage des Festivals im Jahr 2000 trat Tigran Hamasyan wieder auf. Dabei lernte er den französischen Jazzpianisten und Promoter Stéphane Kochoyan kennen, der ihn für Auftritte bei einigen europäischen Festivals buchte.

Als Tigran Hamasyan 16 Jahre alt war, zog die Familie nach Los Angeles, da seine Eltern ihm und seiner Schwester (die eine Malerin und Bildhauerin ist) bessere künstlerische Möglichkeiten bieten wollten. Zwei Monate lang besuchte Tigran dort die Highschool, bevor er an die University of Southern California wechselte, an der er zwei Jahre lang studierte. Schon bald gewann er eine Reihe von Klavierwettbewerben. Besonders erfolgreich war er 2006, als er beim Thelonious Monk International Jazz Piano Competition in Washington den ersten und beim Martial Solal International Jazz Competition in Paris den zweiten Platz belegte.

Zur selben Zeit knüpfte Tigran auch Kontakte zu in Los Angeles ansässigen Jazzmusikern wie Alphonso Johnson und Alan Pasqua. Außerdem begann er mit dem Saxophonisten Ben Wendel und Schlagzeuger Nate Wood aufzutreten. Beide spielen auch heute noch mit dem Pianisten, der bisher drei Alben aufgenommen hatte: “World Passion” (2006), “New Era” (2008) und “Red Hail/Aratta Rebirth” (2009). Mit “A Fable”legt der Pianist nun seinen neuesten Geniestreich vor.