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Helmut Eisel - Klarinette

Die Idee, mit der Klarinette Geschichten zu erzählen, zu schimpfen, zu trösten, zu lachen und zu weinen... begeistert Helmut Eisel bereits seit seiner Kindheit. Als er von seinem Großvater Leo die Grundbegriffe des Klarinettespielens erlernte, entdeckte er, wie vielfältig die Ausdrucksmöglichkeiten dieses Instrumentes sind.
Während seines Mathematikstudiums spielte er in zahlreichen Jazzbands, wobei er seine improvisatorischen Fähigkeiten weiterentwickelte.
Ausschlaggebend war die Begegnung mit Giora Feidman, mit dem er seit 1989 häufig zusammen arbeitet. Von ihm lernte er die Klezmermusik und ihre tiefe spirituelle Bedeutung kennen. Sie wurde zur Inspiration für zahlreiche eigene Stücke und Improvisationen - Helmut Eisels sprechende Klarinette war geboren.

Genau wie Feidman setzt Helmut Eisel seine Klarinette wie eine menschliche Stimme ein und stellt damit eine intensive Kommunikation zum Publikum her. Mittels seiner Improvisationen entstehen in seinen Konzerten sogar spontane Dialoge - mit den Mitmusikern und hier und da sogar mit den Zuhörern. Prof. Johannes Klaus, der Intendant der Domfestspiele Bad Gandersheim, setzte dieses Potential bei seiner Inszenierung des "Jedermann" 2008 mit großem Erfolg ein: er ließ Helmut Eisel die Rolle des "Todes" fast ausschließlich auf der Klarinette spielen.

Helmut Eisel gilt heute als einer der besten und interessantesten Klezmer-Klarinettisten Europas. Aus den Wurzeln von traditioneller Blasmusik, Jazz, Klezmer und Klassik hat er einen ganz eigenen, unverwechselbaren Stil entwickelt. Dabei ist die Kommunikation zwischen den Musikern, aber auch mit dem Publikum stets ein wichtiges Anliegen.

Giora Feidman: "Wenn du nur ein paar Takte hörst, weißt du sofort, das ist Helmut!"
Und wenn nicht - dann ist er's auch nicht!