Klaus Paier & Asja Valcic
Klaus Paier – Akkordeon, Bandoneon
Asja Valcic – Cello
Wie es bei ihrem Instrument, dem Cello, nahe liegt, bewegte sich Asja Valcic die längste Zeit ihrer Karriere in der Welt der Klassik. Doch schon dort ist sie durch verschiedenste Schulen gegangen: Die Grundlagen erwarb sie an der Musikakademie im heimatlichen Zagreb. Sie studierte dann aber sowohl in Moskau (am Tschaikowsky Konservatorium) wie auch in den USA (University of Massachusetts) und in Deutschland (Musikhochschule Detmold). Valcics Vielseitigkeit und die damit verbundene Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten führte sie zum "radio.string.quartet.vienna" und über das gemeinsame Projekt "Radiotree" auch zum Akkordeonisten Klaus Paier.
Dass sich auf diesem Weg ein ideales Duo gefunden hat, das beweisen sie nun "À Deux". Selten hat ein Instrument ein anderes, eine Form die andere, ein Stil den anderen so perfekt ergänzt. Valcic alleine klingt manchmal wie ein komplettes Streichquartett, so furios wie flexibel spielt sie das Cello: Mal mit eleganten Linien, mal extrem rhythmisch, mal gezupft, mal angeschlagen, mal einfach als Perkussionsinstrument eingesetzt.
Das Thema gibt ihr stets Klaus Paier vor, inzwischen weltweit einer der wichtigsten Grenzgänger zwischen den musikalischen Welten und ein bedeutender Komponist. Es ist interessant, dass Paier die großen Pianisten und Bassisten des Jazz, von Thelonious Monk und Keith Jarrett bis Charles Mingus, als wichtigste Inspirationsquelle für die Entwicklung seines eigenen Akkordeonspiels nennt. Gleich danach kommt Dino Saluzzi, der ihn in die Geheimnisse des Tango Nuevo und des Bandoneons einwies. Stilistische Freiheit ist also Paiers Generalthema: Schon während des Akkordeon-, Jazz- und Kompositionsstudiums am Klagenfurter Konservatorium experimentierte er nebenher unablässig mit Klassik und zeitgenössischer Musik.
